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LYRIK PROSA

Dienstag, 1. Dezember 2009

Hommage an Wallisellen

katerina
charme aus brno
schicksalverschlagen nach wallisellen -
nomen est omen
roter sportwagen -
hat es sich dafür gelohnt
offene augen für hungrige gäste
ein augenzwinkern als dessert für wenige -
war einer von denen

© h.rogra 2001

Sonntag, 13. September 2009

Es ist kalt...

Immer noch kalt.
Mich fröstelt.
Schneeflocken am Fenster.
Das Gefühl von nicht enden wollen.
Das Gefühl von wann denn endlich.
Das Gefühl von wieder ins Bett.
Aber wir reden miteinander.
Über.
Und.
Trinken heißen Tee.
Und ist schon wieder Vergangenheit.

Freitag, 24. Juli 2009

über den KICK

Sie steht plötzlich vor meiner Wohnungstür.
Mittelgroß.
Zerzauste lange Haare auf denen Schneeflocken tanzen.
Nässe im Gesicht.
Nässe auf dem langen Mantel.
Fragt, ob sie sich wärmen darf.
Ich biete ihr meinen Morgenmantel an.
Sie geht ins Bad.
Nach wenigen Minuten kommt sie wieder heraus.
Im Morgenmantel, das nasse Gewand in den Händen.
Wir legen es auf die Heizkörper.
Bereite uns Tee mit Rum.
Hitze und Alkohol lassen ihr Gesicht leuchten.
Sie beginnt, zu reden.
Schnell. Wirr.
Über das Leben auf der Straße.
Über Sprayen in der Illegalität.
Über den Kick.
Das Wegrennen, wenn sie überrascht wird.
Ihr Hals färbt sich rot, als sie den Polizisten erwähnt.
Der sie erwischt hatte. Einmal hatte sie einer erwischt.
Nachts, hinterm Bahnhof.
Der sie mit vorgehaltener Pistole zwang, sich nackt auszuziehen.
Der sie zwang, vor ihrem Graffiti sich mit weit gespreizten Beinen und Armen mit dem Rücken an die Wand zu stellen.
Der mit einer Taschenlampe ihren Körper beleuchtete. Auf ihren Brüsten verharrte, dann ihre Scham anstrahlte.
Der sie beschimpfte „Fotze, Drecksau, Hure“.
Der plötzlich zu einer noch auf dem Boden liegenden Spraydose griff und mit roter Farbe das Wort Fotze auf ihren Bauch sprühte.
Der sie zwang sich umzudrehen. Beine breit.
Der sich ganz nah hinter ihr aufbaute.
Ihr mit einer Hand die Pistole an den Kopf hielt und mit der anderen Hand ihre Brüste knetete.
Sie dabei weiter beschimpfte.
Sie erzählt von der Angst. Von der unbändigen Wut in ihr.
Von dem Atem in ihrem Nacken.
Von den Speicheltropfen, die aus dem geifernden Maul auf ihren Rücken tropften.
Von dem Augenblick, als er von hinten einen Finger in ihre Möse schob.
Von den Schmerzen in ihrer trockenen Vagina und in ihrer Seele.
Von dem Finger, den er wie einen Kolben bewegte. Wie ein außer Kontrolle geratenes Werkzeug zu ihrer Schändung einsetzte.
Von dem Augenblick, als er sie zwang, sich tief zu bücken.
Von dem Augenblick, als er seinen Finger in ihren Anus bohrte. Von den Blitzen in ihrem Kopf.
Von dem Augenblick, als er den Finger endlich herauszog.
Von dem Schmerz.
Von dem Augenblick, als er sie zwang, ihren Mund zu öffnen.
Von dem Augenblick, als er seinen Finger tief in ihren Mund steckte. Von dem Brechreiz. Von den Tränen. Von der Wut und dem Hass.
Von dem Augenblick, als sie zubiss.
Sie weint und lacht.
Will mehr Tee, mehr Rum.
Lacht.
Redet.
Öffnet den Morgenmantel. Steht nackt vor mir.
Auf ihrem Bauch steht Fotze. Ein Tattoo.
Meine Erinnerung sagt sie.
Lacht, weint, redet, trinkt.
Rot im Gesicht.
Rot am Hals.
Rot über den Brüsten.
Dann hat sie sich angezogen und ist wieder gegangen.
Auf die Straße.
In den Schneeregen.
Mein Morgenmantel liegt noch auf dem Boden.

Freitag, 3. Juli 2009

über spreewald, gurken und mösen

der rosa panter vor mir zieht seine spreewald extra large
und schiebt sie mir zentimeter für zentimeter in meine möse
plötzlich haben auch die anderen ihre gurken in den händen
aber:
spreewald bleibt spreewald


aus h.rogra, erotische lyrik, auszug aus rosa

Donnerstag, 11. Juni 2009

Nennen wir SIE MONA III

Hat wie üblich sich im Flur ausgezogen.
Bis auf Unterwäsche und Strümpfe.
Hat sich auf die Kissen vor dem Kamin gelegt.
Jetzt nicht mehr beheizt.
Ein Hauch von Sommer.
Ich, ihr nackter Zuhörer, setze mich neben sie.
Im Schneidersitz.
Wir trinken grünen Tee.
Sie erzählt von Sommergefühlen.
Von den Düften der Blüten.
Von Sonnenstrahlen auf Haut.
Von Bächen, in denen das Wasser jetzt bei der Schneeschmelze rauscht.
Von den Gesprächen der Vögel.
Von der kleinen Eidechse.
Ich betrachte sie zuhörend.
Werde auch erfasst vom Sommer, der noch längst kein Sommer ist.
Denke mir ihre Unterwäsche weg.
Sie schweigt.
Scheint sich ihrer plötzlichen Nacktheit bewusst zu werden.
Lacht.
Hell.
Ein anhaltendes Lachen.
Dreht sich auf den Bauch, als wolle sie verstecken.
Lacht weiter.
Lachen zusammen.
Zum Abschied sagt sie vielleicht.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Nennen wir SIE MONA II

Hat wie üblich sich im Flur ausgezogen.
Bis auf Unterwäsche und Strümpfe.
Ich habe ihr zugehört.
Vor dem Kamin.
Nackt.
Habe sie beobachtet.
Wie sie mit dem Rücken zu mir in den Kamin redet.
Ihren Kopf auf die Hände gestützt.
Habe mich auf ihren Hintern konzentriert.
Während sie mir die Geschichte von der weißen Berberin erzählte.
Ihr kleines Tattoo.
Auf der rechten Pobacke.
Bin mit meinen Augen über ihren Rücken gewandert, wie über eine Wüstenlandschaft.
Habe die Geräusche des Windes gehört.
Die Laute des Kamels.
Bin die Wanderdüne ihres Halses hochgestiegen.
Habe den Sand auf den Lippen gespürt.
Bin wieder zurückgeglitten in die Realität ihres Hinterns.
In die Spalte, die sich zwischen ihren leicht gespreizten Beinen abgezeichnet hat.
Dann ist sie aufgestanden.
Hat mich, ihren nackten Zuhörer, mit einem Lächeln betrachtet.
MONA ist gegangen.

Dienstag, 9. Juni 2009

Nennen wir SIE MONA I

MONA besucht mich einmal im Monat.
Um mir ihre erotischen Phantasien zu erzählen.
Seit 5 Jahren. Einmal im Monat.
Vor 2 Jahren hat sie mich zum ersten Mal gefragt, ob es mir etwas ausmachen würde, wenn ich bei ihren Erzählungen nackt wäre.
Seitdem bin ich also ihr nackter Zuhörer.
Vor einem halben Jahr hat sie damit begonnen, sich gleich im Flur selbst auszuziehen. Erst nur Schuhe und Hose. Im nächsten Monat auch den Pulli.
Jetzt sitzt mir also regelmäßig eine Erzählerin in Unterwäsche und Strümpfen gegenüber.

Sonntag, 7. Juni 2009

01:30 uhr ist schluss

schlosshotel
180 cm südstaaten-mutter
redet ohne unterlass
europa in 10 tagen
heute wien
morgen venedig
übermorgen rom
wendet sich links, wendet sich rechts
mit worten und langen fingern, die viel versprechen
12:00 uhr ist schluss
schweigt nur für den nächsten drink
berühre kleine, weiche brüste
12:30 uhr ist schluss
redet, trinkt, greift
abwechselnd links und rechts
reibt ihr becken an meinem bein
01:00 uhr ist schluss
wendet sich links, wendet sich rechts
teile ihren arsch von hinten
vorne: nässe
01:30 uhr ist schluss

©h.rogra 2001-2009

Montag, 18. Mai 2009

als Sie die Beine spreizt...

LA Airport
Terminal 6
Warten auf KLM
Ankunft 14.00 Uhr Ortszeit.
Bin müde nach 11 Stunden Flug.
Schwitze.
Genau so,
wie die junge Holländerin im Mini
mit Green Card und Kind.
Setzt sich vor mich hin auf den millionenfach
gequälten Boden,
während wir wartend reden.
Schwitze noch mehr,
als Sie die Beine spreizt.

Anzeige sagt „landed“.

Samstag, 9. Mai 2009

She went directly into my bathroom...

SA arrived around 7am. She went directly into my bathroom. Water rushed. Music.
Then a call. Followed this inside into the heat and humidity.
SA asked me to rub her in with an oil from India...
________________________________________________Nennen wir SIE SA
SA. Ich kenne ihr Alter nicht.
Weiss nicht woher sie kommt.
Wenn zu mir, dann um zu baden.
Wie heute.
SA kam um 7h. Habe noch geschlafen.
Mich dennoch gefreut.
Sie ging gleich ins Bad.
Wasser rauschte.
Musik.
Düfte.
Dann ein Ruf.
Folgte diesem hinein in die Hitze und Feuchtigkeit des Raums.
SA bat mich, sie mit einem Öl aus Indien einzureiben.
Später ist sie dann gegangen.

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