Gestern haben wir die
ENTRISCHE KIRCHE in Dorfgastein besucht. Es war nicht der steile, anstrengende Aufstieg, micht die Imposante Lage im Kalkgebirge, nicht die Höhle selbst, es war ein kleiner, drahtiger, blasser, eisgrauer Mann mit Zwergenbart und roter Mütze, ein Mann unbestimmbaren Alters. Grantelnd.
Seit seinem achten Lebensjahr fühlt er sich der Höhle verbunden. Hat Eimmer für Eimmer Schutt abgetragen, hat den Besichtigungsweg mit seinen eigenen Händen geschaffen, hat die Höhle immer weiter erkundet, erkundet sie noch heute immer weiter. Scheint eins geworden zu sein mit der Höhle. Lebt hier oben. Auf wenigen Quadratmeterm Behausung vor der das ganze Jahr ein Wasserfall einen dichten Vorhang bildet.
RICHARD ERLMOSER.

Ich werde wieder hinaufgehen. Nächsten Frühling. Vielleicht erzählt er mir mehr. Vielleicht erlaubt er mir, Fotos von sich zu machen. Vielleicht kann ich Kunst in seine Höhle tragen. Vielleicht.
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Name
Der Höhlenname „Entrische Kirche“ , was soviel bedeutet wie „unheimliche Höhle“ wurde erstmals im Jahre 1428 urkundlich erwähnt.
Lage
Die nördlich des Ortsgebietes von
Dorfgastein, am Fuße des Luxkogels auf 1.040 m ü.A., gelegene Höhle ist die größte Naturhöhle der Salzburger Zentralalpen.
Geschichte
Hinweisschild am WegrandSie bietet mit ihren großen Hallen und imposanten Tropfsteinbildungen ein spektakuläres Schaubild und war zur Zeit der Gegenreformation heimlicher Versammlungsort der verfolgten Protestanten. Anlässlich der 500-Jahr-Feier von Martin Luther im Jahre 1983 wurde in der Höhle eine Protestantengedenkstätte errichtet. Einmal jährlich, am ersten Samstag im September, wird hier ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten. Kinder dürfen erst ab einem Alter von sechs Jahren daran teilnehmen.
Erreichbarkeit
Vom Parkplatz an der Bundesstraße 167 in Klammstein in Dorfgastein führt ein beschilderter Wanderweg zum Eingang der Höhle. Der Weg ist teilweise steil.
Höhlenrundgang
Die Führung beschränkt sich auf das „Erdgeschoss“ der Höhle und dauert zirka 50 Minuten. Dabei erlebt man eine Welt unter Tag, welche über Millionen von Jahren geschaffen wurde. Die Kraft des Wassers ließ nach den Eiszeiten verschiedene Hallen, Felsformationen und Tropfsteinbildungen entstehen. Die Besichtigungstour führt auf gut ausgebauten, gesicherten Wegen über eine Länge von zirka 400 Metern durch die Höhle. Es ist keine Ausrüstung erforderlich, warme Kleidung und festes Schuhwerk wird allerdings empfohlen. Die Höhlentemperatur beträgt etwa +6°C.
Besonderheit
Die „Entrische Kirche“ ist Schlafplatz und Überwinterungsquartier von heimischen Fledermausarten.
Quelle:
http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Entrische_Kirche